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Landschaftsgebiet "Platkower Mühlenfließ"

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Das Landschaftsgebiet „Lietzener Mühlental“ umfasst einen Teil des Tales des Platkower Mühlenfließes. Es schützt eine eiszeitliche Schmelzwasserrinne, die sich in die Grundmoränenplatte gegraben hat, sowie die umgebenden Talhänge. In der Schmelzwasserrinne liegt der natürlich nährstoffreiche Mühlensee, der heute als Fischteich genutzt wird und über das naturbelassene Platkower Mühlenfließ mit dem Mühlenteich verbunden ist.

Die in dem Mühlenfließ vorkommende Unterwasservegetation ist nach der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) unter Schutz gestellt. In der Talsohle wachsen zumeist naturnahe Erlenbruchwaldgesellschaften. Als Überbleibsel einer früheren Streu- und Heugewinnung haben sich dazwischen Reste von Feuchtwiesen erhalten. An den Talhängen finden sich Halbtrockenrasen, kalkreiche Sandrasen und Frischwiesen, die von Strauchvegetation in unterschiedlichen Sukzessionsstadien abgelöst werden.

Neben den geschützten Biotoptypen kommen im Naturschutzgebiet einige Rote-Liste-Arten mit europäischen Schutzstatus vor, wie z. B. der Elbebiber und der Fischotter. In den Gewässern leben gefährdete Fischarten wie der Steinbeißer, der Bitterling und der Schlammpeitzger.

Bedeutende Tier- und Pflanzenarten im Landschafts- und Naturschutzgebiet

Säugetiere: Elbebiber, Fischotter
Fische: Bitterling, Schlammpeitzger, Steinbeißer
Amphibien: Rotbauchunke, Laubfrosch
Pflanzen: Einfacher Igelkolben, Bachbungen-Ehrenpreis, Schmalblättriger Merk

Quelle: www.naturerbe.de

Der Name „Platkower Mühlenfließ“ erinnert an die früher zahlreiche mit Wasserkraft angetriebene Mühlen. 1380 wurde die Vogelsangmühle auf dem Gusower Gebiet erstmalig erwähnt. 1624 hatte die Mühle zwei Räder und wurde wahrscheinlich während des 30-jährigen Krieges zerstört. Jahre später 1666 wurde sie wieder in Betrieb genommen. Gegen Ende des Krieges 1945 wurde die Mühle vollständig zerstört, nur noch Ruinenreste erinnern an die Blütezeit der Mühlen in der Mark Brandenburg.